Die Kathedrale von Palma ist die brühmteste Sehenswürdigkeit der Baleareninsel
Kathedrale Palma de Mallorca
Zum kulturellen Pflichtprogramm auf Mallorca gehört in jedem Fall ein Besuch in der Kathedrale „La Seu“, dem Wahrzeichen der Inselhauptstadt Palma de Mallorca. Das imposante Bauwerk kann man schon von weitem sehen. Denn mit ihrer Länge von 120 Metern und einer Höhe von mehr als 40 Metern beherrscht das Stadtbild von Palma. Offiziell ist das Gotteshaus die Kathedralekirche der Heiligen Maria.
Erbaut wurde die Kathedrale von Mallorca im 13. Jahrhundert. Ihr spanischer Namen „La Seu“ bedeutet „das Licht“. Bevor die Kathedrale erbaut wurden, befand sich hier zu Zeiten der Mauren eine Moschee. Im Jahre 1230 erfolgte die Grundsteinlegung durch König Jaume I. der die Insel von der Maurenherrschaft befreite. Im Jahre 1587 war der Bau des Kirchenschiffes erst abgeschlossen und 1601 weihte man das Hauptportal ein. Im Jahre 1822 begann man mit den Arbeiten an der Hauptfassade, die erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgeschlossen werden konnten.
Das Gewölbe der Kathedrale ruht auf 14 Pfeilen, die jeweils 30 Meter hoch sind. Das Hauptschiff erreicht an seiner höchsten Stelle 44 Meter und die beiden Seitenschiffe je 30 Meter. Das Presbyterium mit dem Chor, dass Königkapelle genannt wird, misst 34 mal 16 Meter. Der Kathedrale fehlen richtige Türme, so wie man es von anderen gotischen Bauwerkern her kennt. Dennoch gehört sie zu den wichtigsten Bauwerken der gotischen Stilrichtung. Das beeindruckende Rundfenster des Gotteshauses wurde 1370 gebaute und 1599 verglast. Es hat einen Durchmesser von ca. 12,55 Metern und hat eine Fensterfläche von 97,5 Quadratmetern. Aufgrund dieser Größe bezeichnet man es oft auch als „größte gotische Rosette der Welt“.
Aufgrund der langen Bauzeit sind in und an der Kathedrale seit dem Mittelalter viele Baustile integriert. Während man zum Beginn des Baus dem gotischen Baustil in Reinform folgte, befindet sich im Seitenportal eine verzierungsreichere Weiterentwicklung dieses Stils. Auf der Gegenseite befindet sich das sog. Almosen Portal, in dem Elemente der Spätgotik enthalten sind. Im 16. Jahrhundert wurde dann im Stil der Renaissance mit ihrem typischen plateresken Stil weitergebaut. Auch der Manierismus hielt im 16. Jahrhundert seinen Einzug. Daneben kann man Barockelemente in Altaraufsätzen der Seitenkapellen finden. Vom Klassizismus geprägt sind hingegen die Taufkapelle und das Mausoleum des Grafen von Romana. Durch zahlreiche Restaurierungsarbeiten in der Zeit von 1904 bis 1914 steuert auch der weltberühmte Architekt Antoni Gaudi seinen Stil bei - inspiriert von der katalanischen Modernisme (Jugendstil). Der mallorquinische Künstler Miquel Barcelo hinterließ einen Stilbeitrag des 21. Jahrhunderts. Er gestaltete die Kapelle des Allerheiligsten im rechten Seitenschiff neu. Neben viele weiteren Kunstwerke ist hier sein Werk über die „Wundersame Vermehrung von Brot und Fisch“ zu bestaunen.
Beeindruckend ist auch die große Orgel, die von Gabriel Tomas vom Ende des 18. Jahrhundert stammt. Zuletzt wurde sie 1993 restauriert. Der Bau sollte nicht nur als Gotteshaus dienen, sondern auch als Mausoleum für das mallorquinische Königshaus. Somit sind hier Jaume II. und Jaume III. begraben. Zudem befindet sich hier seit 1932 das Museum der Kathedrale in den zwei Kapitelsälen und im Erdgeschoss des Glockenturms.
Öffnungszeiten Kathedrale Palma
Besichtigen kann man die Kathedrale von Palma täglich ab 10:00 Uhr.
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