Santa Ponca
Im Südwesten von Mallorca befindet sich der Ort Santa Ponca, der vor allem von britischen und holländischen Gästen aufgesucht wird. Santa Ponca ist nur rund 20 Kilometer von der Inselhauptstadt Palma entfernt und daher der ideal Ausgangsort für eine Stadtbesichtigung. Santa Ponca schaut auf eine lange Geschichte zurück und war im 13. Jahrhundert der Schauplatz eines für Mallorca bedeutenden historischen Ereignisses. Jaume I. von Aragon landete am 10. September 1229 mit einer Streitmacht in der Nähe des heutigen Yachthafens. Von hier aus leitete er die Rückeroberung der Insel von den moslemischen Mauren ein. Um an dieses wichtige Ergebnis zu erinnern, wurde an dieser Stelle eine Säule errichtet. Ausnahmezustand ist jedes Jahr am ersten Wochenende im September in Santa Ponca geben, denn dann werden am Strand die Kämpfe bei der damaligen Landung nachgespielt.
Aber auch der Ort selbst hat einiges zu bieten - vor allem landschaftlich. Santa Ponca erstreckt sich an einer langen Bucht, die sich durch ihre steilen Felswände auszeichnet. Der kleine aber feine Sandstrand wird von einem Kanal durchflossen und befindet sich an der Stirnseite der Bucht. An den Strand schließt sich eine kleine Grünanlage an. Daneben gibt es eine mäßig stark befahrene Uferstraße, an der sich zahlreiche Restaurants, Cafes und Souvenirläden befinden. Charakteristisch für das nördliche Ufer sind die voluminösen Mittelklassehotels, von denen viele fünf oder sogar sechs Sterne besitzen. Die Hotels haben leider ein sehr einheitliches Erscheindungsbild, sodass Santa Ponca als ein Musterbeispiel für eine einfallslose, auf den Massentourismus ausgerichtete, Infrastruktur gilt.
Von malerischer Schönheit ist allerdings der Yachthafen, der sich wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt befindet. Der Hafen liegt etwas versteckt in Richtung Port Adriano, ist nicht besonders groß, aber dafür sehr idyllisch gelegen. Interessant ist auch der neu gebaute Hafen Port Adriano, der sich zwischen Santa Ponca und Magaluf befindet. An der kleinen Hafenpromenade kann man sein Urlaubsgeld in netten Restaurants und in edlen Boutiquen gut loswerden. Beeindruckend sind auch die Villenbezirken von wohlhabenden Ausländern, die sich am Nord- und Südufer erstrecken. Auch zahlreiche Deutsche haben sich hier niedergelassen. Neben einer Reihe von Wassersportmöglichkeiten am Strand bietet Santa Ponca gleich drei Golfplätze, von denen einer öffentlich bespielbar ist. Daneben gibt es im Zentrum einige Bars, Restaurants und Discos, die eher klein und beschaulich sind. Dennoch kann von Langeweile nicht die Rede sein.
Immer lohnenswert ist ein Spaziergang zur Urbanisation Costa de la Calma. Sie ist rund zwei Kilometer vom Zentrum entfernt und ist vor allem durch die ehemalige Villa von Claudia Schiffer bekannt geworden. Hier gibt es aber nicht nur beeindruckende Villen, sondern ein atemberaubenden Ausblick, der bis nach Paguera reicht.
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