Llucmajor
Die Gemeinde Llucmajor ist von der Fläche her gesehen, der größte Gemeindebezirk der Insel. Auf einer Fläche von ca. 327 Quadratmetern sind rund 35.500 Menschen zu Hause. Das Gemeindegebiet besteht aus 16 Urbanisationen, zu denen neben dem Ort Llucmajor auch ein Teil von S´Arenal, Cala Blava und Cala Pi gehört.
Der Ort Llucmajor ist eine Kleinstadt, die sich ca. 15 Kilometer in Südöstlicher Richtung des Flughafens von Palma befindet. Da Llucmajor rund 15 Kilometer vom Meer entfernt liegt, ist die touristische Infrastruktur hier nicht allzu sehr ausgeprägt. Dennoch gibt es hier eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch in der Kleinstadt lohnenswert machen. Besonders zu erwähnen ist hier die Kirche San Miguel, die sich an der Placa Santa Catalina Thomas befindet und aus dem 18. Jahrhundert stammt. Des Weiteren sehenswert ist das Denkmal für Jaume III., dass am Passeig Jaume III zu bestaunen ist. Auch ein Besuch am Denkmal für die Schuhmacher südlich des Marktplatzes lohnt sich immer. Sehenswert ist zudem der Marktplatz (Placa d´Espanya) vor dem Rathaus (Ayuntamiento) sowie die Esplanade Jaume III. In den letzten Jahren wurden diese Plätze im Zuge eines Sanierungsprogramms der Kommunen grundlegend saniert und umgestaltet. Saniert wurde auch die historische Fischmarkthalle an der Placa d´Espanya.
Auch geschichtlich hat das Gemeindegebiet von Llucmajor einiges zu bieten. So stammen beispielsweise die künstlich angelegten Höhlen von Son Hereu, Llucamet, s'Aguila, Son Cardell, Bennoc, Son Mandivil oder Son Mulet aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Seinerzeit diente sie wahrscheinlich als Grabstätten. Die Höhlen sind die ältesten Zeugen der Besiedlung der Insel. Im 2. Jahrtausend v. Chr. entstand auch hier die Megalithkultur der Talayots. Zeugnisse aus der Bronzezeit kann man im Süden von Llucmajor sehen. Hier befinden sich Reste der Siedlung Capocorb Vell, die als einmalig gilt, da die Siedlung erstaunlich gut erhalten ist.
Bekannt ist Llucmajor auch wegen des Schuhhandwerks. Die Gemeinde entwickelte sich im 20. Jahrhundert zum Zentrum des Schuhmacherhandwerks der Insel, was der Gemeinde zu einigem Wohlstand verhalf.
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