Calvia
Calvia ist auf Mallorca eine der größeren Gemeinden, zu der die Stadt Calvia selbst, sowie Badia de Palma, Castell de Bendinat, Cas Catala-Ses Illetes, Costa d´en Blanes, Casta de sa Calma, El Toro, Es Capdella, Galatzo, Magalug, Palmanova, Reguera, Portals Nous, Portal Vells, Santa Ponca, Sa Porrassa, Sol de Mallorca und Son Ferrer gehören.
Geschichte Calvia
Die erste Besiedlung dieses Gemeindegebiets geht auf das Jahr 2000 v. Chr. zurück. Hier waren es vor allem Viehzüchter, die dieses Land besiedelten. Im Gemeindegebiet liegt die römische Stadt von Sa Mesquida, die zu einem der wenigen römischen Funde auf der Insel zählt. Wie in anderen Regionen von Mallorca, hat auch die arabische Kultur im Gemeindegebiet von Calvia einige Spuren hinterlassen. Im Mittelalter war die Gemeinde ein Teil des Verwaltungsgebietes von Juz’d’Ahwaz al-Madina. Auch der Eroberungszug von Jaume I. nahm einen großen Einfluss auf diese Region. Am 10. September 1229 landete der katalanisch-aragonische König in Santa Ponca. Offiziellen Schriften, wie z.B. dem „Llibre del Repartiment“ zufolge, übertrug er dem Bischof von Barcelona Berenguer de Palou, den Besitz der Gemeinde Calvia - inklusiver aller Nachbargemeinden. Damit bliebt Clavia im Besitz des Königreiches und der Kirche, was Spannungen verursachte. Diese wurden später durch die Formel des „Pariatge“ beseitigt, sodass in der Folge die Städte Calvia und Capdella wuchsen. Calvia als Stadt wurde 1285 gegründet. Wie andere Regionen der Insel wurde auch das Gemeindegebiet im Mittelalter von vielen Piraten überfallen. Aus diesem Grunde wurde ein umfangreiches Verteidigungssystem gebaut, weshalb es in dieser Region viele alte Wehrtürme gibt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Gemeindegebiet von Hunger und chronischer Armut gekennzeichnet. Viele Bewohner sind daher nach Algerien, Kuba, Argentinien oder Frankreich auswandert. Anfang der 1960er Jahre erhielt aber auch hier der Tourismus Einzug und die Landwirtschaft rückte in den Hintergrund. Calvia war im Bereich des Tourismus lange Zeit eine der führenden Gemeinden, die aufgrund vieler europäischer Investitionen immer weiter anwuchs. Das brachte einen wahren Bauboom mit sich und auch der Dienstleistungssektor wurde enorm ausgebaut. Damit verbunden war ein reiches Angebot an Arbeitsplätzen, was wiederum viele Migranten vom Festland mit sich brachte.
Sehenswürdigkeiten Calvia
Heute zeichnet sich das Gemeindegebiet von Calvia vor allem durch die vielen archäologischen Funde aus. Sie gehören zu den zahlreichsten und am besten katalogisierten Funde der gesamten Insel. Aufgrund dieser umfangreichen, überaus gut erhaltenen und kulturell wertvollen Funde, wurde ein archäologischer Park: der Park von Puig de sa Morisca, geschaffen. Zu den wichtigsten archäologischen Funde zählt: Naveta Alemany, Puig de Sa Morisca (Talaiotisches Zeitalter), Turo de Ses Abelles (Ende des talaiotischen Zeitalters) und Sa Mesquida (Römisches Zeitalter).
Daneben gibt es in der Gemeinde viele große Herrenhäuser von kulturell sehr hohem Wert. Diese sog. „Fincas rusticas“, die man in Santa Ponca, Bendinat, Son Roig, Galatzo, usw. finden kann, zeugen von der langen Geschichte der Gemeinde Calvia. Auch die vielen Wachtürme, die sich entlang der Küste befinden, sind immer wieder ein Besuch wert. Von den Ortschaften im Gemeindegebiet ist es vor allem die Stadt Clavia selbst, die viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Vor allem die monumentale Kirche „Sant Joan Baptista“ ist ein touristisches Highlight. Wer es etwas sportlicher zugehen lassen möchte, der sollte eine Wanderung zum höchsten Berg der Gegend, dem Galatzo mit 1026 Metern, unternehmen. Von hier aus kann man das gesamte Gebiet der Gemeinde überblicken.
Aber auch die Strände der Gemeinde haben es in sich und bieten jede Menge Abwechslung. Zu den schönsten gehören der Casion de Palma, Cala Contesa, Son Calou, Palma Nova, Cala Belle Dina sowie Cala Murada, Cala Fornells und der Strand von Magalluf.
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