Der Weinanbau auf Mallorca hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich
Mallorquinischer Wein
Einst brachten die Römern und Mauren den Weinanbau nach Mallorca. Dann wurde er für die Insel ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig. Im Jahre 1863 wütete in Europa die Reblaus Filoxera - Mallorca blieb zunächst verschont. Die Glanzzeit des Weinbaus auf der Insel, denn die Weinbauern kamen mit der Belieferung des spanischen Festlandes sowie dem Export in andere europäische Länder kaum hinterher. Jedoch blieb schlussendlich auch Mallorca nicht von der Reblaus verschont. Sie beendete zum Ende des 19. Jahrhundert den Weinbau auf Mallorca.
Heute gibt es auf der Baleareninsel wieder zwei Regionen, aus denen Weine von sehr guter Qualität stammen: die Gegend um Binissalem und die Region Pla i Llevant im Osten. Aus diesen Regionen sind in den letzten Jahren auch einige Spitzenweine hervorgekommen, wie der Anima Negra, der Pera Seda, der in Manacor gekeltert wird, und der Jaume Mesquida aus Porreres.
Lange Zeit gab ein kein Interesse, auf Mallorca wieder eine Weinanbauregion ins Leben zu rufen. Mitte der 1990er Jahren kamen einige Einheimische auf die Idee, einige Experimente mit alten mallorquinischen Rebsorten durchzuführen. Die ältere Generation nannte sie „Joves Folls“, was soviel wie „junge Verrückte“ bedeutet. Das die „verrückten“ jedoch erfolgreich mit ihrer Idee sein könnten, das hat damals wohl niemand gedacht. Das Unmögliche wurde wahr und sie erweckten großes Aufsehen und konnten sogar einige Auszeichnungen gewinnen. Vor allem der Anima Negra sorgte für internationales Furore des Winzer-Teams um Francesc Grimalt, Pere Ignasi Obrador und Miquel Angel Cerda.
Jedoch sollte man beim Weinkauf auf Mallorca sehr vorsichtig sein, denn auch wenn auf der Weinflasche das Etikett einer bekannten Kellerei zu sehen ist, ist dies kein Garantie für eine erstklassige Qualität. Es gibt viele Bodegas, die ein paar sehr gute Weine als Aushängeschilder produzieren und ansonsten eher minderwertige Qualität anbieten. Am besten lässt man sich in einem Fachgeschäft beraten und nicht in irgend einem Hinterhof.
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